Die wichtigsten Argumente zur Offenlegung des Darmbachs

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Ökologie

  • Das saubere Darmbachwasser wird nicht mehr mit Abwasser vermischt, sondern fließt als eigener Wasserlauf bis hinter die Kläranlage.
  • Durch Anbindung des Meiereibachs wird der Zufluss zum Woog erhöht, wodurch sich dessen Wasserqualität verbessert. Außerdem kann der Darmbach nicht mehr austrocknen.
  • Das fließende Darmbachwasser unterstützt die Frischluftzufuhr in die Stadt.
  • Tiere und Pflanzen finden einen erweiterten Lebensraum.
  • Der Herrngartenteich wird durch den natürlichen Darmbach-Zufluss versorgt und kann so ein eigenes stabiles Biotop entwickeln.
  • Da das Abwasser nicht mehr durch sauberes Darmbachwasser verdünnt wird, verbessert sich die Reinigungsleistung der Kläranlage.
  • Durch geringeren Zufluss zur Kläranlage wird Energie für Pumpen und andere Aggregate eingespart, so dass weniger CO 2 entsteht.
  • Verbesserung der Wasserbiologie hinter der Kläranlage, da der Kläranlagenablauf auf den sauberen Darmbach trifft.

Stadtgestaltung

  • Attraktive Orte zum Spielen, Schauen, Hören und Verweilen verbessern die Lebensqualität in der Stadt für Jung und Alt.
  • Der Zugang zum Ostwald beim Vivarium mit begleitendem Darmbach stellt schon einen gelungenen ersten Teil der Offenlegung dar.
  • Aufwertung des Stadtbildes durch einen offenen Bachlauf. Der historische Verlauf über Darmstraße, Mühlstraße, Woogsplatz, Am Kleinen Woog und Große Bachgasse sowie im Tiefen See wird wieder sichtbar.

Ökonomie

  • Die Stadt spart jährlich über zwei Millionen Euro Abwassergebühren für das Einleiten sauberen Darmbachwassers in die Kanalisation ein. Seit 1995 hat die Stadt hierfür bereits ca. 50 Millionen Euro an Steuergeldern ausgegeben.
  • Die fehlende Zahlung durch die Stadt muss zum großen Teil auf die Abwassergebühren umgelegt werden. Hiervon entfällt jedoch ein Teil auf Gewerbe und Industrie. Damit ergibt sich eine Mehrbelastung von ca. 10 Euro pro Bürger und Jahr.
  • Der Kläranlagenbetrieb verbilligt sich um ca. 210.000 Euro pro Jahr.
  • Die bisherige Füllung des Herrngartenteichs mit Trinkwasser entfällt; das spart ca. 30.000 Euro Trinkwasser- und Abwassergebühren pro Jahr.

Rechtliche Rahmenbedingungen

  • Das Einleiten von Bachwasser in die Kanalisation ist untersagt.
  • Die Europäische Wasser-Rahmen-Richtlinie fordert, alle Gewässer in einen möglichst naturnahen Zustand zu bringen.
  • Für die Subventionierung der Abwasserkosten gibt es keine Rechtsgrundlage..