unsere Argumentation

Warum ein offen fließender Darmbach
für Darmstadt?

Wie fast alle Städte wurde Darmstadt am Wasser gegründet, am Darmbach.

Wir wollen eine zeitgemäße Stadtgestaltung inklusive funktioneller und optischer Aufwertung von Frei- und Straßenräumen – vom Woog über den Herrngarten bis zum Tiefen See.

Masterplan DA 2030+

Im „Masterplan DA 2030+“ wird der Darmbach als wichtiger Teil des Freiraumkonzeptes betrachtet – durch Maßnahmen wie eine Abkopplung vom Kanalnetz soll die ökologische Qualität Darmstadts deutlich verbessert werden.

Klimaanpassungsplan

Am 11. Dezember 2025 wurde von der  Stadtverordnetenversammlung der Klimaanpassungsplan verabschiedet. Er beinhaltet einen umfangreichen Teil-Plan „Gewässer“, in dem als wesentliche Maßnahme die Offenlegung des Darmbach beschrieben ist.

Genug nachgedacht, jetzt muss gehandelt werden! Am 15. März 2026 sind in Darmstadt Kommunalwahlen und wir suchen mutige Kommunalpolitiker*innen, die handeln. 

Die wichtigsten Argumente
zur Offenlegung des Darmbachs

Die Abkopplung und Offenlegung von Darmbach und Meiereibach bedeutet außerdem eine Entlastung des Städtischen Haushaltes (keine öffentlichen
Mittel für unsinnige Umwandlung von sauberem Bachwasser in Abwasser).

Ökologie

  • Das saubere Darmbachwasser wird nicht mehr mit Abwasser vermischt, sondern fließt als eigener Wasserlauf bis hinter die Kläranlage.
  • Durch Anbindung des Meiereibachs wird der Zufluss zum Woog erhöht, wodurch sich dessen Wasserqualität verbessert. Außerdem kann der Darmbach nicht mehr austrocknen.
  • Das fließende Darmbachwasser unterstützt die Frischluftzufuhr in die Stadt.
  • Tiere und Pflanzen finden einen erweiterten Lebensraum.
  • Der Herrngartenteich wird durch den natürlichen Darmbach-Zufluss versorgt und kann so ein eigenes stabiles Biotop entwickeln.
  • Da das Abwasser nicht mehr durch sauberes Darmbachwasser verdünnt wird, verbessert sich die Reinigungsleistung der Kläranlage.
  • Durch geringeren Zufluss zur Kläranlage wird Energie für Pumpen und andere Aggregate eingespart, so dass weniger CO2 entsteht.
  • Verbesserung der Wasserbiologie hinter der Kläranlage, da der Kläranlagenablauf auf den sauberen Darmbach trifft.

Stadtgestaltung

 
  • Attraktive Orte zum Spielen, Schauen, Hören und Verweilen verbessern die Lebensqualität in der Stadt für Jung und Alt.
  • Der Zugang zum Ostwald beim Vivarium mit begleitendem Darmbach stellt schon einen gelungenen ersten Teil der Offenlegung dar.
  • Aufwertung des Stadtbildes durch einen offenen Bachlauf. Der historische Verlauf über Darmstraße, Mühlstraße, Woogsplatz, Am Kleinen Woog und Große Bachgasse sowie im Tiefen See wird wieder sichtbar.

Ökonomie

  • Die Stadtverwaltung spart jährlich bis zu zwei Millionen Euro Abwassergebühren für das Einleiten sauberen Darmbachwassers in die Kanalisation ein.
  • Seit 1995 wurde aus dem städtischen Haushalt weit mehr als 50 Millionen Euro an Steuergeldern ausgegeben.
  • Die fehlende Zahlung durch die Stadtverwaltung muss zum großen Teil auf die Abwassergebühren umgelegt werden. Hiervon entfällt dann aber auch ein verbrauchsabhängiger Anteil auf Gewerbe und Industrie. Die Mehrbelastung pro Bürger und Jahr ist jedoch voraussichtlich überschaubar.
  • Der Kläranlagenbetrieb verbilligt sich um ca. 210.000 Euro pro Jahr.
  • Die bisherige Füllung des Herrngartenteichs mit Trinkwasser entfällt; das spart regelmäßig ca. 30.000 Euro Trinkwasser- und Abwassergebühren.

Rechtsrahmen

  • Das Einleiten von Bachwasser in die Kanalisation ist rechtswidrig. Eine Genehmigung für die Einleitung gemäß Abwassersatzung der Stadt Darmstadt liegt nicht vor.
  • Die Europäische Wasser-Rahmen-Richtlinie fordert, alle Gewässer in einen möglichst naturnahen Zustand zu bringen.
  • Für die Subventionierung der Abwasserkosten gibt es keine Rechtsgrundlage.
  • Eine Abkopplung des Darmbachs vom Abwassernetz ist rechtlich geboten.