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Ein Mitglied des Erweiterten Vorstandes hat im Vorfeld der Abstimmung in der StaVo am 15.12. einen Leserbrief zu einem Echo-Artikel geschrieben. Dieser ist nun auf unserer Seite nachzulesen!

Nun fährt sie durch Darmstadt - unsere Darmbach-Botschaft! Als Fahrrad-Sattelhaube.

Herzlich Willkommen am Darmbach

Ein Bach gehört nicht in den Abwasserkanal sondern in sein eigenes Bachbett; also muss der Darmbach wieder offen durch Darmstadt fließen.


wurde 2008 gegründet und hat aktuell rund 150 Mitglieder. Kernziel des Vereins ist es, den Darmstädter Stadtbach in der Innenstadt wieder ans Tageslicht zu holen.

Unser Hauptanliegen dabei ist, die gestörte ökologische Funktion dieses und anderer Fließgewässer zu verbessern und eine Aufwertung des Stadtbildes zu erreichen. Es ist zudem ein Frevel, sauberes Bachwasser in einen Abwasserkanal zu leiten.

In vielen Städten weltweit gibt es Beispiele offen gelegter Bäche, die eine gelungene Gestaltung attraktiver Grünzüge und Parks erst möglich machten.

Die Darmstädter Besonderheit für dieses Investitions-Projekt: Nach einer Finanzierungsphase von zwei bis drei Jahren wird der städtische Haushalt jährlich um ca. 1,7 Millionen Euro entlastet.

Sieh, das Gute liegt so nah – der Meiereibach

Die Dreibrunnenquelle Ende Juli 2017 - es sprudelt

Der Spiegel des Woogs lag in diesem Sommer zeitweilig rund 70 cm unter Normal. Das führt natürlich zu Diskussionen und nur der erst durchgeführten Entschlammung im vergangenen Winter ist zu verdanken, dass die Biologie des Sees in diesem Sommer nicht kippt. Nun wird sogar schon von Auffüllen mit Trinkwasser gesprochen.

Das Nächstliegende wird dabei gerne übersehen, wahrscheinlich, weil es zu nahe vor der eigenen Nase liegt. Es gibt in Darmstadt einen Bach, der noch nie trocken gefallen ist und dieser hat bis 1976 den Darmbach und damit auch den Großen Woog mit Frischwasser versorgt. Immer, auch in den trockensten Sommern. Er könnte das auch in diesem Sommer! Dieser Bach heißt Meiereibach und entspringt unterhalb des Hofgutes und speist den "Judenteich" im Edelsteinviertel. Er wurde 1976 im Zuge des Ausbaus der B26 vom Darmbach abgeklemmt und sein kostbares Wasser wurde seitdem auf Nimmerwiedersehen in den Abwasserkanal geleitet.

Leider geistern auch jede Menge irreführende Informationen zu diesem kleinen Gewässer durch die Köpfe mancher Darmstädter und die Lokalpresse. Zum Beispiel wird immer wieder eine "überhöhte Phosphatfracht" ins Feld geführt. Der Meiereibach besitzt nicht nur eine sehr konstante Wassermenge, sein Wasser hat auch nur einen geringen Phosphatwert von 0,08 mg Phosphat/Liter, der - wie man durch Bachelorarbeiten der Hochschule Darmstadt inzwischen weiß - auf geologische Ursachen zurückzuführen ist. Die amtliche Trinkwasserverordnung schreibt einen maximalen Phosphatgrenzwert von 6,7 mg Phospat/Liter vor.

Das Meiereibachwasser unterschreitet diesen Trinkwasser-Grenzwert also um mehr als das 83-fache! Von einer immer wieder ins Gespräch gebrachten "überhöhten Phosphatfracht" des Meiereibachs kann somit keine Rede sein! Es gibt sogar eine fertige Bauplanung für den Wiederanschluss an den Darmbach, um selbst in extrem trockenen Jahren den Wasserstand im Woog zu halten, nur leider hat sich die Darmstädter Politik bisher um diese Fakten nicht gekümmert. Mal sehen, wann den Verantwortlichen ein Licht aufgeht. Darmstadt führt den Titel "Wissenschaftsstadt", wenn es um den Darmbach geht, spielt das Wissen leider keine Rolle.

Unsere Ziele

  • Stopp für Einleitung von Darmbach und Meiereibach in die Kanalisation (ökologischer und ökonomischer Unsinn und erfolgt zudem ohne Genehmigung)
  • Ganzheitliches Entwicklungskonzept für Woog/Darmbach/Meiereibach
    - Ökologische Sanierung und naturnahe Entwicklung unseres Stadtbaches (Offenlegung, Renaturierung, Vitalisierung) vom Woog bis hinter die Kläranlage
    - Wiederanschluss des Meiereibaches
    - Sanierung von Großem Woog zu seiner langfristigen Sicherung als Badesee
  • Schaffung von Erlebnis- und Erholungsmöglichkeiten entlang der Darmstädter Fließgewässer (Aufwertung, Belebung in diversen Stadtteilen)
    - Steigerung der Attraktivität des Herrngartens und Sanierung seines Teiches
    - Grünzug vom Herrngarten zum Ostwald mit Darmbach als Wegbegleiter
    - Verbesserung des Stadtklimas durch Grünzug an offenem Fließgewässer
  • Beachtung der bestehenden Rechtssituation
  • Entlastung des Städtischen Haushaltes durch Abkopplung/Offenlegung von Darmbach und Meiereibach (Verursacher-Prinzip bei Kosten für Abwasser)